15. Thuner Literaturfestival Literaare vom 6. – 8. März 2020

Der Reigen der Literaturfestivals beginnt jedes Jahr in Thun. Neben den beiden Grossen Ruth Schweikert (2016: Schweizer Literaturpreis und Solothurner Literaturpreis) und Christoph Geiser (2020: Schweizer Literaturpreis) und der Schauspielerin und Schriftstellerin Katharina Poladjan sind es aufstrebende, neue Namen: Svenja Gräven, Laura Vogt, Kristin Höller, Simone Lappert, Miku Sophie Kühmel und andere, die in die schmucke Altstadt an der Aare locken.

Benjamin Schlüer aus der Programmkommission schreibt: Die AutorInnen, denen man dieses Jahr in Thun begegnen kann, befassen sich insbesondere mit der Frage nach Raum und Ort: Katerina Poladjans Heldin Helen reist in «Hier sind Löwen» nach Jerewan, wo sie sich auf eine Spurensuche nach dem eigenen Platz in der Weltgeschichte begibt. Kristin Höllers Held Martin kehrt in «Schöner als überall» in sein Heimatdorf zurück, wo sich die alte Heimat als Ort der Geborgenheit verweigert. Und auch Hengameh Yaghoobifarah setzt sich in «Eure Heimat ist unser Alptraum» essayistisch und hochkritisch mit dem Heimatbegriff auseinander. Einen Ortswechsel, nämlich von der Stadt aufs Land, vollziehen die Figuren in Miku Sophie Kühmels «Kintsugi» und in Svenja Gräfens «Freiraum». Und die Frage danach, was die Orte mit dem, was in ihnen geschieht, zu tun haben, beobachtet Christoph Geiser in seinen Erzählungen «Verfehlte Orte».

Ebenfalls anzutreffen ist die Illustratorin Lea Frei, die schön öfters in Zusammenarbeit mit literaturblatt.ch ihr Können gezeigt hat. Lea Frei hat alle AutorInnen des diesjährigen Literaare Litaturfestivals Thun porträtiert. Die Zeichnungen finden sich im Programmheft und werden am Festival in der Rathaushalle ausgestellt. Momentan arbeitet sie leidenschaftlich an Comics, die sie sich mit Themen wie Beziehungen, deren Konsequenzen sowie zwischenmenschlicher Kommunikation auseinandersetzen.

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Der Illustrationskiosk: Eine interaktive Maschine am Wortlaut Literaturfestival

Vier junge Studentinnen und Studenten der Hochschule Luzern Fachrichtung Illustration nahmen im Wortlaut Literaturfestivalzentrum in der Focacceria in der Webergasse St. Gallen Zitat, Sätze und Romantitel entgegen, um sie innert kürzester Zeit in eine Illustration zu verwandeln.

Jana Siegmund, Julia Trachsel, Lea Frei und Alain Schwerzmann zeichneten während mehr als sechs Stunden was das Zeug hielt. Geworden sind eine Vielzahl kleiner Kunstwerke und ebenso viele glückliche Besitzerinnen und Besitzer. Hier eine winzig kleine Auswahl:

«Der fünfundzwanzigste Januar hatte eine Welle ausgelöst, die auch uns erfasste und vier Tage später nach Hause aufbrechen liess.» Erster Satz von Laura Vogts Roman «So einfach war es also zu gehen», gezeichnet von Lea Frei

«Schandbriefe» Roman von Andrea Gerster, gezeichnet von Alain Schwerzmann

«Lesen hilft immer.» gezeichnet von Alain Schwerzmann

«Wir weben den Teppich den Teppich des Lebens, fliessen ineinander. Alles ist miteinander verbunden.» gezeichnet von Jana Siegmund

«Ich machte vieles richtig, weil ich meiner Freude folgte, dem, was mich begeisterte.» (Daniela Egger), gezeichnet von Julia Trachsel

«Elefantenscharen, alte Kriegslöwen! Finstre Fische aus den Meerestiefen» (Valèrie Novarina) gezeichnet von Lea Frei

literaturblatt.ch an der 1. Kulturnacht Amriswil

Amriswil geht ein Licht auf!

Am 22. September bricht sie an, die 1. Kulturnacht Amriswil. An über dreissig Standorten, in Geschäften, Ateliers, in Galerien, Stuben und Sälen, auf Plätzen und in Kirchen, in Bars und Restaurants pulst Kultur bis in den Morgen. Über dreissig weisse Farbeimer leuchten in dieser Nacht und locken neugierige Amriswiler, wenn Amateure und Vollprofis in Sachen Kultur zeigen, was das Jahr über ihre Seele bewegt. Die weissen Maleimer sind mit Licht gefüllt, wenn sie an Türen, Ampeln, an Wänden und auf dem Boden den Weg weisen. Vielleicht bleibt ja etwas von dem Licht, weil Kultur meist dort geschieht, wo Uhren anders ticken, Pflichten fast verschwinden, das Licht sich anders bricht und wie einst ein Bundesrat feststellt „Freude herrscht“. Vielleicht ist das Licht mehr als ein Schein, sondern ein lebendiger Beweis dafür, dass Amriswil sich mit Recht einst den Slogan gab „Leben mit Kultur“. Die Eimer sind leer, mit Licht gefüllt, das ausfliessen und sich in seine Farben verteilen soll. Amriswil wird am 22. September ein Licht aufgehen!

Peter Höner, Schriftsteller und Schauspieler, liest anlässlich der 1. Amriswiler Kulturnacht aus seinem Krimi „Kenia Leak“ in der Aula der Polizeischule Amriswil. Die Lesung mit Apéro und Büchertisch beginnt um 18.45 Uhr und dauert eine Stunde. Der Eintritt ist kostenlos!

Ein kenianischer Clan, der bis nach Europa operiert, ein blinder, kenianischer Ermittler im Ruhestand mit einer brisanten CD, eine afrikanische Liebesgeschichte in der Schweiz, eine Freundschaft alter Männer, die an den Grenzen der Legalität zu zerschellen droht, ein Flüchtlingsheim, in dem die Hoffnung strandet und veritabler Fremdenhass.

Rezension «Kenia Leak» auf literaturblatt.ch

Webseite des Autors

Lea Frei, angehende Illustratorin, zeigt am Buchladen Brigitta Häderli in Amriswil am 22. September erstmals ihre Schnellporträts von verschiedenen Schriftstellerinnen und Schriftstellern, gezeichnet am Wortlaut-Literaturfestival in St. Gallen und an den Solothurner Literaturtagen.

Lea Frei wird an diesem Abend nicht nur ihre ausgestellten Zeichnungen präsentieren, sondern weitere Einblicke in ihr Schaffen zeigen und spontan zum Stift greifen. Im zweiten Teil des Abends wird aus verschiedenen Werken der portraitieren Autorinnen und Autoren vorgelesen. Literatur zum Sehen und Hören! Literatur zum Geniessen! für Speis und Trank ist gesorgt!

Webseite von Lea Frei

Lea Frei, «Schnellporträts» von den Solothurner Literaturtagen

Es sind Skizzen, schnelle Zeichnungen, die die junge Illustratorin Lea Frei an verschiedenen Literaturevents des laufenden Jahres von aktuellen Autorinnen und Autoren festhielt. Eine Auswahl davon wird erstmals an der 1. Amriswiler Kulturnacht vom 22. September im Buchladen Brigitta Häderli gezeigt.

Zeichnungen wollen nicht dokumentieren. Im Unterschied zu einer Fotografie halten sie keinen Moment fest. Sie sind das Resultat einer Zeitspanne des Beobachtens. Eine Zeichnung bildet durchaus ab, aber viel mehr als eine Fotografie. Sie reduziert ebenso, wie sie die Betrachtungsweise des Zeichnenden, der Zeichnenden wiedergibt. Zeichnungen sind festgehaltene Begegnungen. Wer sich schon einmal in der Position des Porträtierten befand weiss, wie nahe einem die Zeichnerin kommt, nur schon weil sie schaut, wie sonst niemand schaut.

Besuchen Sie die 1. Amriswiler Kulturnacht am 22. September – und schauen Sie im Buchladen Häderli vorbei, an der Freiestrasse 3! Ein Besuch lohnt sich in vielerlei Hinsicht! (Die Zeichnungen sind käuflich!)

 

Solothurner Literaturtage mit Lea Frei, Illustratorin

Drei Tage zusammen mit Lea Frei an den 40. Solothurner Literaturtagen. Lea Frei studiert „Illustration“ an der Hochschule für Gestaltung in Luzern. Was dereinst als gemeinsames Projekt einmal eine Ausstellung werden soll, hier ein paar Kostproben.

Auf dem Bild unten David Signer und Anja Kampmann bei einer anregenden Diskussion zum Thema „Die Stimme der Verlierer“. Mit den beiden „Gezeichneten“ sassen jene zusammen, die auf dem Titelfoto zu sehen sind.

Wer neugierig auf mehr geworden ist – besuchen Sie literaturblatt.ch erneut!

Das 41. Literaturblatt ist fertig!

Rechtzeitig zu den 40. Literaturtagen in Solothurn erscheint das 41. Literaturblatt im Literaturwonnemonat Mai. Unter den vier Buchempfehlungen sind auch zwei Erstlinge aus der Schweizer Literatur. Zwei junge Autoren, für die es sich alleine schon lohnt, auch dieses Jahr wieder an der Aare der Literatur zu huldigen.

Ein guter Blog ist okay. Und in der Masse dieser, gibt es auch einige, deren Empfehlungen man trauen kann. Aber nichts geht über die „analogen“ Literaturblätter. Sie sind mehr als verschriftlichte Empfehlungen, mehr als ein hübsches Blatt Papier. Sie sind Versinnbildlichung der Liebe zum guten Buch. Sie sind ein Statement für die Schrift, die Sprache, die Gestaltung.

Vier Bücher der Extraklasse. Drei Autorinnen und ein Autor, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Vier Rezensionen, die neugierig machen sollen. Ein Literaturblatt, das an gute Literatur erinnert: LESEN!

Lea Frei, Illustratorin, und meine Wenigkeit werden diesmal zu zweit an den Solothurner Literaturtagen dabeisein. Beide mit spitzem Stift. Lea Frei zeichnend, ich schreibend für literaturblatt.ch.
Vielleicht machen wir zwei mit unserer Aktion nicht nur auf uns aufmerksam, sondern auf unsere Leidenschaft. Vielleicht gewinnen wir neue Abonnenten fürs Literaturblatt. Denn Bücher brauchen Leserinnen und Leser, Autorinnen und Autoren Multiplikatoren, die auf ihre Bücher aufmerksam machen.

Das war das 40. Literaturblatt:

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Webseite von Lea Frei