Fee Katrin Kanzler mit „Sterben lernen“ in St. Gallen

Es war ein wunderschöner Abend mit einer bezaubernden Fee Katrin Kanzler und ihrem Roman „Sterben lernen“. Auch wenn sich der Andrang zur Lesung in Grenzen hielt und sich die St. Galler mit grosser Literatur kaum in die Hauptpost locken liessen, war die Begegnung mit der Autorin ein ganz besoneres Erlebnis.

Ein grosses Dankeschön an die GdSL St. Gallen, an Laura Vogt, Rebecca C. Schnyder, Tamara Hostettler und Richi Küttel.

„In einer natürlich unprätentiösen Art las Fee Katrin Kanzler aus ihrem neuen Roman „Sterben lernen“. Durch Kanzlers Stimme wurden die wunderbar ausgefeilten Sprachräume spürbar, jeder Winkel kostbar. Man vergass beinahe die spannungsvoll aufgebaute Handlung des Romans. Mit grosser Leidenschaft moderierte Gallus Frei und schenkte damit der Autorin viel Raum für berührende Ausführungen um die Entstehung ihres Werkes und den BesucherInnen vertiefte Einblicke in geistreiche Lesarten des vorgestellten Buches. Eine unmittelbare Begegnung mit der Autorin war mir vergönnt. Ein gelungener Abend mit nachhaltiger Wirkung.“ Philipp Frei

Auch Fee Katrin Kanzler wird künftig die Galerie im Raum für Literatur zieren.

„Ein wortreicher, schöner Abend. Anregend!“ Laura Vogt

«Wenn eine Lesung mit so viel Hingabe und Begeisterung für das Buch moderiert wird, ist es eine Freude für Autorin, Publikum und Veranstalter gleichermassen.» Rebecca C. Schnyder

„Fee Katrin Kanzler liest in getragenem Tempo und schafft so rasch die nötige Intimität zwischen Text und Publikum. Wer sich dem bildstarken Redefluss hingibt, wird davongetragen, gelegentlich aber auch sprachlich überrumpelt oder von halbversteckten intertextuellen Anspielungen aus der Spur geworfen.“ Daniel Ammann

Fotos: Tamara Hostettler, Philipp Frei und Werner Biegger

Hurra, ich brenne noch immer!

Anfang 2016 startete das Abenteuer literaturblatt.ch. Im Gegensatz zu Deutschland sind Literaturblogger in der Schweiz ein überschaubares Grüppchen und kaum miteinander vernetzt. Einzelkämpfer wie ich. Ob gut oder schlecht, weiss ich nicht. Vogelfrei, ungebunden, von den Verlagen gleichermassen geschätzt und schlecht einzuschätzen, von den Schreibenden geduldet oder geschätzt.

Jetzt sind es dreihundert Beitrage. Es macht Spass, erfüllt und vertieft meine Beschäftigung mit Literatur, dem Lesen, dem Buch. Was mir fehlt, ist das Gegenüber. Zu Beginn richtete ich meinen Blog so ein, dass man via Kommentar hätte reagieren können. Es kamen tausende von Reaktionen, aber leider nur Müll, Spammails. Dermassen viel und unkontrolliert, dass ich den Hahn zudrehen musste. Trotzdem fehlt eine Reaktion, ein Feedback. Würde ich mir auf mein kleines Jubiläum etwas wünschen, dann konstruktive Kritik, Fragen und Ideen, Lob und Tadel.

Vielleicht machen Sie mir ein Geschenk. Zum Beispiel:

  • Eine Geschichte, ein Text, ein Gedicht für meine „Plattform Gegenzauber“. Einziges Kriterium, dass der Test auf Literaturblatt.ch erscheinen kann: Der Text muss mich ansprechen – nicht unbedingt gefallen – kitzeln, provozieren, locken, wundern…
  • Sie erzählen von einem Ihrer Lieblingsbücher. Ihr Text erscheint in der Rubrik „Mein Lieblingsbuch». Ihr Buch muss kein Aktuelles sein.
  • Sie schenken mir eine ganz persönliche Kritik, eine Anregung, eine Idee. Etwas, was mich in meiner Auseinandersetzung mit „dem Buch“ reicher macht.
  • Sie schreiben in mein „Gästebuch“.

    Bei einer Abonnentin zuhause
  • Fotografieren Sie, was Sie mit den Literaturblättern bei Ihnen zuhause machen. Hängen Sie sie irgendwo auf? Ich bin mehr als nur neugierig!

Vielen Dank! Auch vielen Dank, dass Sie zu meinen Leserinnen und Lesern gehören!

„Ich lese deinen Blog regelmässig. Ohne Deinen Blog würde ich jetzt zum Beispiel nicht «Das schwarze Paradies“ lesen. Es kam auch schon vor, dass ich wegen deines Blogs ein Buch nicht gelesen habe, das eigentlich auf meiner inneren Liste stand. Danke für deine Hinweise.“ K. W.

Randnotiz: Vibrations

An der Fassade am Eck über der Bahnhofstrasse prangt ein Plakat; «wellness vibrations». Unter Wellness lässt es sich einiges vorstellen. Bei Vibration gebe ich zu, dass meine männlich geprägte Vorstellungskraft schon ziemlich eingeschränkt ist. Zumal in dieser Kombination. Wäre damals die Initiative «Freie Schulwahl» angenommen worden, würde man Schulhäuser mit Werbesprüchen behängen. «wellness school» oder «school vibrations», will man doch die Kinder mit Bildung «elektrisieren». Jetzt erst recht, wo uns der deutsche Philosoph und Buchautor David Precht glauben macht, dass es die Schule so nicht braucht, dass unsere Schulen noch immer wie Kasernen funktionieren, in denen gehorsame Staatsbürger gedrillt werden. Da braucht es vielleicht doch wellness vibrations, um all den Bildungsschrott, den man unsern Kindern mit Müh und Not eintrichtert, zu neutralisieren. Bildungsschrott? Lesen, Schreiben, Kombinieren, Diskutieren, Probleme lösen, Stärken fördern, Gestalten, kreativ sein, das interkulturelle Leben üben – eben Schrott. Vielleicht lasse ich mir ein T-Shirt machen mit der Aufschrift «man of natural vibration».

Titelfoto: Sandra Kottonau

Literatur ist vergänglich!

Ein Nachruf

Mag sein, dass der Ruhm eine Weile hält. Ein paar Monate, vielleicht ein paar Jahre, wenn es einem als Schriftsteller gelingt nachzulegen. Aber gemessen an der schieren Menge von Neuerscheinungen allein im deutschsprachigen Raum jedes Jahr, muss der Verdrängungskampf in den Bücherregalen immens sein. So ein Bücherleben dauert in der Regel ein Menschenleben. Danach gelingt wenigen noch eine Runde, nachdem sie Aussortierung und Lagerzeit in Antiquariaten oder Brockenhäusern heil überstanden haben. Noch eine Runde, weil ein stiller Leser, eine Liebhaberin oder gar ein Sammler sich des Buches erbarmt und ihm ein neues Zuhause schenkt. Aber was heute aktuell ist, ist eine Generation später Altpapier. Worüber sich kreative Köpfe während Jahren beugten, Kämpfe um Formulierungen ausgetragen wurden und man in Endlosschleifen dem Klang von Sätzen nachstieg, wird wenige Jahre später Makulatur. Was Rezensenten, Kritiker und Moderatoren preisen, bejubeln und in den ewigen Olymp der Literatur heben, danach kräht eine Generation später kein Hahn mehr. Vielleicht bleibt eine Notiz, eine Erinnerung. Aber wer liest sie noch? Was wir Westeuropäer Weltliteratur nennen, ist männlich dominierte, meist mitteleuropäische Literatur der letzten 200 Jahre inklusiv einiger weniger Paradiesvögel, die es ins hiesige Bewusstsein schafften. Erstaunlich genug, dass es jedes Jahr wieder eine endlos scheinende Reihe Beginnender gibt, die zu hoffen wagen, für Monate, vielleicht sogar Jahre Bücherfreunde zu erfreuen. Was treibt all die Kreativen, sich über Jahre an eine Geschichte zu hängen, zu schleifen, allein an einem Tisch den langen Kampf auszufechten, der Kapitulation zu trotzen und stets zu hoffen, da wären Leserinnen umd Leser, die warten? Die Aussicht auf Ruhm und Ehre kann es nicht sein. Das ist der Schreibende Realist genug. Vielleicht die Lust, ein Stück eigene Welt erschaffen zu haben. Eine Welt mit einem eigenen Sound, eine ganz speziellen Färbung. Sie tun es immer wieder. Selbst dann, wenn ihnen der an Verkaufszahlen und Aufmerksamkeit gemessene Erfolg verwehrt bleibt. Sie tun es trotz Beruf und Familie, trotz Verzicht und Abnützung. Sie scheinen nicht müde zu werden, bis das Buch in Folie verpackt ausgeliefert wird, in welcher Auflage auch immer. Und dann, nach der Lektüre, nach medialer Missachtung oder grenzenloser Lobhudelei steht es im Regal. Vielleicht ein Menschenleben lang, bis ein nächste es in eine Kiste schmeisst, die zur Sammelstelle geführt wird. Ein paar Namen bleiben länger, gemessen an der Dauer des Abendlandes einen Moment länger, um dann in die ewigen Jagdgründen der Vergessenen einzugehen. Literatur ist vergänglich, wie alles andere auch.

Zum Bild: Aus einer Laune heraus setzte ich eines meiner aussortierten Bücher im Garten auf einer Mauer aus. Ich wollte schauen und fotografieren, wie sich dieses Buch der Witterung und den Jahreszeiten ausgesetzt verändert. Ebenso interessant waren die Reaktionen all jener, die am Buch vorbeigingen. Erst recht weil sie wissen, wie weh es mir tut, wenn einem guten Buch der ihm entsprechende Respekt verwehrt bleibt. Bücher selbst können sich nicht wehren.

7. Randnotiz: Schreie in der Nacht

Schreie in der Nacht
Auch wenn im kleinen Ort schon tödliche Schüsse fielen, ist es ein friedlicher Ort. Auch wenn am Bahnhof manchmal zur späten Stunde die Polizei aufkreuzt oder morgens Entwurzeltes auf den Strassen liegt, scheinen sich der Schrecken und die Angst in Stuben und Zimmern zu konzentrieren, auf Bildschirmen und Schlagzeilen, auf Zeitungen mit grossen Lettern, wenig Text und vielen Bildern. Aber der Schein trügt. Meine Frau und ich sassen abends beide im Wohnzimmer und lasen, als wir durch die geschlossenen Fenster Schreie und wilde Flüche hörten. Eine Männer- und eine Frauenstimme überschlugen sich in Heftigkeit und intimen Grobheiten. Es blitze und krachte verbal, was das Zeug hielt. Selbst der Verkehr auf der Strasse pausierte für die Dauer dieser Schlacht. Die verunsicherten Blicke meiner Frau und mir kreuzten sich. Ich stand auf, öffnete die Tür zum Sitzplatz und lauschte dem Donnerwetter. Für einmal kein Drama am Bildschirm, kein Zerfleischen auf Papier. Die beiden hassten und beschimpften sich in Grund und Boden. Dann knallte eine Autotür, Reifen drehten durch und jemand raste hinter der Hecke vorbei. Mit einem Mal war es ruhiger als sonst. Bis die Vögel wieder zu singen begannen. Es kocht immer irgendwo. Nur meistens fest verschlossen. Es wird verletzt, geweint, geschrien und zerstört, im Stillen, hinter Türen, in Echtzeit, ganz real. Auf dem Deckel meines Buches im Wohnzimmer stand der Titel «Die unerbittliche Brutalität des Erwachens» (Ein wirklich guter Roman!).

Gallus Frei-Tomic

Titelfoto: «Zeit» von Philipp Frei

6. Randnotiz: Motorengeflüster

Motorengeflüster

Einmal, nur ein einziges Mal. Aber ich bin ein «Schisshase». Unfähig, aus meiner perfekt antrainieren Rolle auszusteigen. Ich bin selbst bei Krankenkassenvergleichen am Telefon freundlich, auch wenn mein Gegenüber der deutschen Sprache gerade so sehr mächtig ist, dass ich nach den ersten Floskeln verstehe, worum es gehen soll. Ich bleibe anständig, wenn sich Leute vor dem Zug vordrängeln, versuche mich nicht zu entrüsten. Traue mich nicht einmal, wenn im Zugabteil gegenüber eine junge Frau ihre Boots auf die Sitzkante stellt und ihre Fingernägel zu lackieren beginnt. Einmal, nur ein einziges Mal. Am vergangenen Sonntag geschah es wieder. Ich fuhr mit dem Rad zur Bäckerei im Städtchen, meine Frau lag noch im Bett. Ich überquerte die Strasse, hebelte den Ständer runter und hängte den Helm an die Lenkstange. Gleich beim Eingang stand ein dunkelblauer BMW mit laufendem Motor. Aber im Auto drin sass niemand. Der Motor tuckerte vor sich hin, während der Fahrer oder die Fahrerin im Laden Brötchen kaufte. Irgendwie italienische Verhältnisse. Als ich vor Jahrzehnten für ein paar Tage in San Gimignano war, sah ich das auch. Tiffosi, die in der Bar ihren Esspresso tranken, während draussen vor der Tür der beste Freund warm blieb. Wie gerne wäre ich ins Auto gestiegen, hätte den Gang eingelegt, den BMW ganz behutsam aus der Parklücke gefahren, um ihn fünfzig oder hundert Meter weiter weg wieder an den Strassenrand zu parken. Ich wäre zurückgelaufen, in den Laden und hätte durch die Scheibe zugeschaut, wie sie oder er verzweifelt ein Auto sucht. Hätte, wäre. Ich bin ein anständiger Schisser.

Gallus Frei-Tomic

5. Randnotiz: Vogel im Spiegel

Vogel im Spiegel

Morgens und abends fliegt eine Elster aufs Nachbargrundstück und setzt sich auf den Aussenspiegel des schwarz glänzenden BMWs. Dort sitzt sie und flirtet mit ihrem Spiegelbild, flattert wild mit ihren Flügeln, vielleicht sogar ein unbeholfener Paarungsversuch mit ihrem Spiegelbild. Jeden Morgen und jeden Abend. Aber eine ähnliche Beobachtung mache ich auch mit den menschlichen Eitelkeiten. Keine Ahnung, wann ich das innige Interesse an meinem Spiegelbild verloren habe. Allenfalls am Morgen noch einen Kontrollblick. Am Abend laufe ich zum Zähneputzen lieber im Obergeschoss herum. Hernach ein Kontrollblick, ob aller Zahnpastaschaum weg ist. Aber wenn ich durch die Strassen der Stadt gehe, dann ist es bei weitem nicht die Elster allein, die sich am liebsten mit dem Spiegelbild paaren möchte, die sich übermässig für ihr Spiegelbild interessieren. Und es sind nicht nur die Jungen, die sich in allen verfügbaren Scheiben, Spiegeln, Schaufenstern und Gläsern betrachten, posieren, im Vorübergehn die Frisur korrigieren, mit den Fingerspitzen die Strähne hinters Ohr schieben, den Kopf um Zentimeter höher tragen, die Brust um Nuancen vorgestreckt. Im Zug nachts der Geck, der sich an der Eingangstür in den schwarzen Fenstern die gelverstärkten Strähnen zurechtzupft, die Kapuze im Nacken richtet. Der Vogel ist nicht allein, der Vogel am Spiegel meines Nachbarn.

Gallus Frei-Tomic

4. Randnotiz: Das Loch

Das Loch
Im Zentrum klafft ein weites Loch. Trockener Staub brennt in meinen Augen, wenn ich an der riesigen Baustelle vorbeiradle. Männer, vorwiegend älteren Semesters, stehen am Absperrgitter und schauen ins Treiben auf dem Grund dessen, was einmal ein neues Einkaufszentrum werden soll. Die Männer am Absperrgitter erinnern mich an Ausgesperrte, von der Arbeit Verbannte. Da drinnen, in diesem Geviert aus Maschinen, Helmen, Staub und Erde findet das echte Leben statt, von dem man sie mit der Pensionierung abgeschnitten hatte. An der Grenze zur Strasse ist die Baustelle durch einen Kunststoffsichtschutz abgedeckt. Ein langes, weisses Band, noch fast jungfräulich und unbefleckt, das ergeben auf seine Bekritzelung und Besprayung wartet. Und manchmal sehe ich einzelne Fussgänger, letzthin einen alten Mann, nicht mehr gut zu Fuss, der sich tapfer und unbeirrt dem weissen Band entlang fast mitten auf der Strasse Richtung Kirche bewegte. Auf der anderen Seite wäre das Trottoir mehr als breit genug gewesen, auf seiner Seite aufgehoben, weil die Baustelle Platz braucht. Da schlurfte er, langsam und beharrlich. Bis zur Kreuzung waren es schon ein paar Autos, die im Schritttempo hinter ihm herrollten. Keiner hupte. Vielleicht aus Angst, den alten Mann zu Tode zu erschrecken. Wahrscheinlich war der alte Mann schon immer auf der rechten Seite Richtung Kirche gegangen. Das war seine Seite. Von einem Loch, auch von einem riesigen, klaffenden Loch liess er sich nicht vertreiben. Ein schönes Bild für manch eine politische und gesellschaftliche Situation, in der wir uns befinden.

Gallus Frei-Tomic

3. Randnotiz: Jeder in seiner Welt

Jeder in seiner Welt
Manchmal setze ich mich ins Café, um in Ruhe schreiben zu können, bestelle mir einen Kaffee, eine Praline dazu, lasse den Blick kurz schweifen, um zu beginnen. Mir gefällt das Gemurmel, das mich nichts angeht. Es scheint meine Konzentration anzustacheln. Aber manchmal klappt das nicht. Sie kennen das. Sie sitzen im Zug und müssen das Abteil verlassen, weil jemand kaum einen Meter Luftlinie entfernt mit Stöpseln in den Ohren so laut über die Untreue ihres Freundes schimpft, dass man sich zu schämen beginnt und zur Flucht genötigt wird. Im Café wars diesmal anders. Zwei ältere Männer hinter mir hielten mich vom Schreiben ab. Sie sprachen im Minutentakt über alle möglichen Themen; Motorräder, Frauenschuhe, Fussball, Energieineffizienz, Ferien in der Türkei, Trump, Rasentrimmer, Überstunden… Ich sass mit dem Rücken zu den beiden, sah sie nicht. Aber irgendwann legte ich den Stift weg. Ich war nicht überrascht über die Sprunghaftigkeit, auch nicht erschüttert über die deftige Wortwahl. Auch nicht über Meinungen, die ich nicht teilen konnte. Aber darüber, wie weit ich in meiner Welt von der ihren entfernt bin. Als ich dann doch genug hatte, ein erneuter Versuch zu schreiben gescheitert war, packte ich meine Sachen, legte die Münzen neben die Tasse und stand auf. Am Tisch hinter mir sassen zwei Männer so alt wie ich, die meine Brüder hätten sein können.

Gallus Frei-Tomic

Titelfoto «Sprengtafel» von Philipp Frei