«Literatour» am 30. Internationalen Literaturfestival in Leukerbad

Das 30. Internationale Literaturfestival in Leukerbad beginnt mit einer Literarischen Wanderung, auf den Spuren von Goethe. Was sich heute wie Idylle präsentiert, war vor 100 Jahren und mehr Schauplatz menschlicher Existenzkämpfe, bei denen die Natur mit aller Härte dem Menschen trotzte.

Würde man Leukerbad von 1779 und 2026 übereinanderlegen, gäbe es wohl kaum mehr Schnittmengen, auch wenn die Kulisse aus Fels und Himmel fast identisch wäre. Als Goethe im November 1779 Leukerbad erreichte, muss es frisch, wenn nicht kalt gewesen sein, auch wenn ihn stechende Insekten ziemlich rabiat wieder aus dem Ort vertrieben. Die Welt im Wallis damals muss eine ganz andere gewesen sein. Auch wenn Goethe die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Einheimischen lobte, dominierte im Leben der Hiesigen damals der Kampf ums Überleben, die Mühsal der täglichen Arbeit und die Angst vor dem Höllenfeuer. Daran erinnert im Bäderort Leukerbad wenig, wo man heute mit weissen Bademänteln und Froteeschlarpen über den Dorfplatz promeniert, auf Liegestühlen und im warmen Wasser dem süssen Nichtstun huldigt.

Umso aufschlussreicher waren die beiden literarischen Begleitungen auf dem Weg von Leukerbad talabwärts nach Inden. Zum einen die preisgekrönte Lyrikerin Franziska Füchsl mit ihrem Erzählkosmos „Am Rande der Müh“ und
Odilo Abgottspon, ein „Einheimischer“ aus dem nahen Visperterminen, der mit „Die Titscha“ die Geschichte seiner Grosseltern erzählt, seines Grossvaters, der aus existenzieller Not nicht nach Übersee, aber als Melker nach Schlesien auswanderte, um mit einer Auswärtigen ins Heimatdorf zurückzukehren. Bei Franziska Füchsl Geschichten um ein Grenzland im oberösterreichischen Mühlviertel, über Flüsse, Landschaften, Bäume, alles was kreucht und fleucht, eine durch und durch poetische Auseinandersetzung mit Landschaft und Sprache, ein buchlanger Versuch, der Natur eine Stimme zu geben, den Blick zu schärfen, das Natürliche dem Nutzen zu entreissen. Bei Odilo Abgottspon die Schilderung des Lebens vor 100 Jahren und mehr, als die Natur alles andere war, als eine Kulisse, um darin seine Ferien zu verbringen.

Odilo Abgottspon versetzt seine Leser*innen in eine Zeit, in eine Welt, die in allem bedroht war. Die Menschen in Visperterminen fürchteten Gott ebenso wie die Launen der Natur, den Hunger, die Dürre, den Tod der Kinder, ein Leben ohne Zukunft. Die Grossmutter, die mit ihrer Familie auch örtlich am Rand der Gesellschaft zu leben hatte, die man fast ein ganzes Leben als Fremde stigmatisierte, hatte noch viel mehr zu kämpfen. Ein Kampf um Familie, ein Kampf ums Dasein, eine permanente Rechtfertigung an jenem Ort am Leben zu sein.
Unter der Sonne des Sommers waren die Schilderungen mehr als nachvollziehbar. Odilo Abgottspons Familienroman dokumentiert ein Stück Schweizer Geschichte, lange vor jener Zeit, als das Wallis zu einer Feriendestination wurde, sich die Auswanderung in Zuwanderung drehte, weil Tourismus und Fremdenverkehr Devisen versprachen.

Franziska Füchsl geht es in ihrer Literatur um ganz anderes. Sie will nichts dokumentieren. Ihr Schreiben ist eine Schule des Sehens, eine unmittelbare Auseinandersetzung mit dem, was wir missverständlich als Um-Welt bezeichnen. Franziska Füchsl wendet den Blick, schärft die Wahrnehmung, macht Natur nicht bloss zum Gegenüber, sondern zum Unmittelbaren. Mag sein, dass sie gar nicht zu einer Anwältin der Natur werden will, aber sie ist es durch die Zartheit ihrer Sprache, ihren Respekt, ihre Liebe.
Als Goethe damals über die Gemmi nach Leukerbad kam, verstand er sich mit Sicherheit als Teil der Natur. Franziska Füchsl führt vor Augen, wie weit wir uns von der Natur, dem Natürlichen entfernt haben. So wie der Fluss Dala in Leukerbad ist die Müh im Mühlviertel die Ader des Lebens – und nicht zuletzt Sinnbild für die Müh, die man Leben und Fluss abtrotzen muss, um bestehen zu können.

Die Wanderung war Offenbarung und Klärung zugleich.
Als man 1966 die Eisenbahn von Leuk nach Leukerbad aus wirtschaftlichen Gründen stlilllegte, dachte man ans Ende der Eisenbahn, den endgültigen Sieg der benzinbetriebenen Mobilität. Heute wäre jene Eisenbahn, die sich spektakulär durch das zerklüftete Tal schlängelte, eine Attraktion erster Güte. Was bleibt, sind in Inden und Leukerbad zwei schmucke Bahnhofsgebäude, denen das damalige Selbstverständnis anzusehen ist. Einziges Zeugnis des damaligen Rollmaterials ist ein einziger, kleiner Güterwagen neben dem zum Lebensmittelgeschäft umfunktionierten Bahnhof Inden. Heute ein Minikino.

Franziska Füchsl «Am Rande der Müh», Edition Thanhäuser, 2026, 354 Seiten, ISBN 978-3-903409-15-6

Franziska Füchsl, 1991 geboren, gehört zu den eigensinnigsten Stimmen der österreichischen Literatur. Sie studierte Deutsche Philologie und Anglistik in Wien sowie Sprache und Gestalt in Kiel und lebt heute zwischen diesen beiden Städten. Ihre Texte bewegen sich an den Rändern von Lyrik und Prosa, arbeiten mit Dialekt, Sprachverschiebungen und bewusst irritierenden Bildern. Inhaltlich kreisen sie um Landschaft, Herkunft, soziale Reibungen und das fragile Verhältnis von Mensch und Natur. Für ihr Schreiben erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Deutschen Preis für Nature Writing für «Am Rande der Müh». Die Jury würdigte ihre Arbeit als «Grenzlandprosa, die Natur und kulturelle Prägung zugleich sichtbar macht und deren Verheerungen nicht ausspart».

Odilo Abgottspon «Die Titscha», Limmat, 2026, 256 Seiten, ISBN 978-3-03926-108-6

Odilo Abgottspon, geboren 1956 in Visperterminen, studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Zürich. Danach wirkte er als Deutschlehrer an Gymnasien in Rom und Luzern. «Die Titscha» ist sein erstes Buch. Odilo Abgottspon lebt in Bern und im Wallis.

Beitragsbilder © Gallus Frei / literaturblatt.ch

 

Tanja Maljartschuk «Überflutet», Edition Thanhäuser

Sie lieben Bücher!? Sie lieben eine gut erzählte Geschichte, die beim Lesen Welten preisgibt!? Sie lieben das schöne Buch, Bücher, bei denen man immer wieder mit der flachen Hand über den Deckel streicht!? Sie lieben Bücher, die in der Hand, beim Lesen zum Gesamtkunstwerk werden!? Dann lieben sie «Überflutet» der Ukrainerin Tanja Maljartschuk, erschienen in der Edition Thanhäuser!

Tanja Maljartschuk erinnert sich an einen ganz besonderen Sommer in ihrem Dorf. Es regnete fast ununterbrochen, der Fluss trat über die Ufer, die Brunnen quollen über und das trübe Wasser bedeckte Felder und Strassen. Sie erinnert sich an einen Sommer, den sie nachts im Bett an der Seite ihrer Grossmutter teilt. Den Sommer ihrer ersten grossen Liebe, dem ersten Kuss, dem Sehnen nach der Leidenschaft, der grossen, wahren Liebe, dem grossen Fisch, den sie an Land ziehen würde, sich nach Zärtlichkeiten und Berührungen sehnend, dem Rausch der Gefühle.
So sehr die Grossmutter sie während des Tages in Aufgaben einspannt, so entschlossen hält sie Ausschau nach ihrem Prinzen, den sie findet, aber gar nicht will, wie ein Fisch an der Angel.

Die Landschaft, die Felder, die Keller und Häuser ertrinken im trüben Wasser des Flusses. Das Mädchen ist überflutet von Gefühlen, der Heftigkeit der Erkenntnis, dass sich nichts nach ihren Vorstellungen richtet. So sehr das Wasser das Dasein der Grossmutter, der Familie bedroht, so sehr kann das Mädchen alles ausserhalb ihrer Gedankenwelt ausblenden. Die Grossmutter suhlt sich in ihrer Angst vor dem Verhungern, in Schreckensszenarien, das Mädchen in der Angst, vom Verliebtsein allein nicht satt zu werden.

Grossmutters einstige Liebe, der Soldat, dem im Krieg ein Bein abgerissen wurde, liess sie damals alleine zurück, in einer Zeit, die für Träumereien und Schwärmereien keinen Platz hatte. Im Haus der Grossmutter steht ein Foto, das die Grossmutter jung und hübsch zeigt. Das Mädchen fragt die Grossmutter nach ihrer Liebe, dem Mann, ihrer Hochzeit. Und es prallen Welten aufeinander, obwohl das Wasser auch die Gegenwart bedroht.

Tanja Maljartschuks Erzählung lebt von Gegensätzen, vom grenzenlosen Optimismus der Enkelin und dem ebenso grenzenlosen, vorgeschobenen Pessimismus der Grossmutter. «Überflutet» ist ein schmaler Erzählband, zweisprachig deutsch und ukrainisch, über die Sehnsucht, den Verlust und die Ernüchterungen der Liebe.

So schmal das Büchlein, so gross das Vergnügen, so deutlich die Kunst, mit der sich eine junge, aber gereifte Autorin der Sprache bedient und der Verleger und Gestalter Christian Thanhäuser die Erzählung mit seinen Tintenbleizeichnungen bebildert.
Überflutet» ist weit mehr als eine gedruckte, zwischen zwei Buchdeckel gebannte Erzählung. Christian Thanhäuser, Verleger, Buchgestalter und Künstler schuf zusammen mit der Schriftstellerin und dem Übersetzer Harald Fleischmann ein Kunstwerk, das mich sprachlich, literarisch, gestalterisch und haptisch überzeugt und berührt. Ein Kleinod, dem ich in meiner Bibliothek einen besonderen Platz gebe!

Tanja Maljartschuk, geboren 1983 in Iwano-Frankiwsk/Ukraine, arbeitete einige Jahre als Fernsehjournalistin in Kiew. Seit 2011 lebt sie in Wien. 2015 war sie Ranitz-Stipendiatin in Ottensheim. Letzte Veröffentlichungen: 2009 erschien ihr erster Erzählband „Neunprozentiger Haushaltsessig“, 2013 der Roman „Biografie eines zufälligen Wunders“ (beide Residenz Verlag) und 2015 der Erzählband „Von Hasen und anderen Europäern“ (Edition Fototapeta).

Überflutet» ist eine zweisprachige Erstausgabe, aus dem Ukrainischen von Harald Fleischmann

 

Titelbild: Tintenbleizeichnung von Christian Thanhäuser

23. Literaturfestival Leukerbad: ein Rückblick

Solche mit Bikes, andere mit Wanderschuhen und Funktionswäsche, etliche mit Sonnenhüten, riesigen Koffern und dem staunenden Blick in die felsige Kulisse, manchmal in Bademäntel gehüllt und über dieses eine Wochenende im Sommer eine ganze Schar von Leuten mit Stofftüten, die die Therme in Leukerbad betreten, ohne jemals nass zu werden, die von eine Lokalität zur nächsten wandeln oder hetzen, ins Gespräch vertieft oder die Nase tief in einem Buch – Literaturfestival Leukerbad.

Ein solches Festival ist ein Ort der Begegnung. Leserinnen und Leser untereinander; trifft man doch oft die immer Gleichen, Unverbesserlichen, die jedes Jahr verkünden, das nächste Jahr dann einmal ein Pause einzulegen, um den Vorsatz irgendwann zu vergessen, weil Literatur lockt.

Man kommt Schriftstellerinnen und Schriftstellern so nah wie sonst nie. Nicht wie bei einer Lesung, bei der es während des Signierens für ein paar unbeholfene Nettigkeiten reicht. Man begegnet ihnen auf der Strasse, im Café, unterwegs, im Publikum, auf dem Heimweg.

So wie der Lyrikerin und Performerin Nora Gomringer auf dem Weg nach Bern und später nach Klagenfurt zum Bachmann-Wettlesen. Sie sitzt dort in der Jury und hat sich vorgenommen, an jedem Tag ein anderes T-Shirt mit einem Bachmann-Zitat zu tragen, um so wenigstens etwas von der Namensgeberin ins Showlesen hineinzugeben.

Oder Sasha Maria Salzmann, die mit ihrem Erstling «Ausser sich» in Leukerbad las und diskutierte und mit ihrer Moderatorin Jennifer Khakshouri jenes Haus suchte, in dem James Baldwin vor einem halben Jahrhundert in der Abgeschiedenheit Leukerbads sein Romandebüt vollendete.

Oder den Künstler, Buchgestalter, Illustrator und Herausgeber Christian Thanhäuser, der einem in ein Gespräch verwickelt, von seinen Freundschaften zu Autoren erzählt, der Zusammenarbeit und dem Entstehen eines Buchprojekts, wie man mit Jaroslav Rudis Bier trinken kann, was ebenso wichtig für ein gemeinsames Buch- oder Kunstprojekt sein kann, wie schürfende Gespräche.

Oder den schüchtern wirkenden Péter Nádas, der 1942 in Budapest geborene grosse Chronist, der in Leukerbad aus seinen Memoiren «Aufleuchtende Details» liest und mit jedem Bild aus seinem umfassenden Werk nachempfinden lässt, was es heisst, untrennbar mit der Geschichte eines Landes, eines Volkes, seiner Familie verbunden zu sein. (Auf dem Beitragsfoto zu Beginn des Textes sitzt Péter Nádas zwischen der Moderatorin Ilma Rakusa (rechts, Schriftstellerin, Übersetzerin und Publizistin) und seiner Übersetzerin Christina Viragh (Schriftstellerin)).

Vier Bücher, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vier Perlen, die in Leukerbad aufleuchteten und denen ich wünsche, dass die viele Leserinnen und Leser finden.

Beitragsfoto: Fotocredit Literaturfestival Leukerbad, Ali Ghandtschi

Jaroslav Rudiš «Der Besuch von Herrn Horváth», Edition Thanhäuser

Kleinstverlage wie die Edition Thanhäuser sind stille Tempel der Hingabe und Liebe zur Literatur und Kunst. Wie viele andere funktionieren sie nicht nach den sonst gültigen wirtschaftlichen Gesetzmässigkeiten. Dafür umso mehr, weil wie in den Büchern und Publikationen der Edition Thanhäuser glühende Leidenschaft und maximales Können gepaart sind.

Christian Thanhäuser: Allen Buchprojekten geht eine persönliche Begegnung voraus, in welchen Land auch immer, ich lasse es den Autorinnen und Autoren immer frei, auch Texte zu verfassen, die im normalen Verlagswesen kaum eine Möglichkeit hätten, verlegt zu werden. Je besser man sich kennt, bzw. je besser ich die Länder der Autorinnen und Autoren kenne, umso leichter fällt mir die Arbeit an den Illustrationen.

Acht Erzählungen des tschechischen Schriftstellers Jaroslav Rudiš, ergänzt und mitgetragen von zwölf Fichtenholzschnitten, sogfältig gesetzt, fadengeheftet und blau eingefasst; das, was das Herz eines Büchernarren in Wallung bringt.
Das Büchlein kostet so viel wie ein Kinoeintritt in Zürich. Das Vergnügen, die Langzeitfreude und die Begeisterung, die es zumindest bei mir auslöst, lässt einen Kinobesuch, sei der Film noch so gut, aber weit im Schatten zurück. Erst recht belohnt durch die Innigkeit, wenn ich die acht Geschichten an einem kühlen Abend meiner Frau vorgelesen habe.

Jaroslav Rudiš, der seine Romane sonst in Deutsch beim Luchterhand Literaturverlag herausgibt und bei seinen Liveauftritten zum Ereignis wird, beweist in «Der Besuch von Herrn Horváth» wie witzig, tiefgründig, bodennah und schräg er erzählen kann. Auf knapp 70 Seiten findet sich alles Können, sowohl das des Schriftstellers wie jenes des Künstlers Christian Thanhäusers.

Acht Erzählungen, die durch den Kumpel Max miteinander verbunden sind. Auch dann, wenn Max gar nicht vorkommt, dann aber, als wären sie ihm am Stammtisch erzählt. Wie jene Geschichte, die dem Buch seinen Namen gibt. Nur ein einziges Mal keucht der alte Herr Horváth das Treppenhaus hinauf zu einem Besuch beim Erzähler. Für eine Partie Schach, unablässig plaudernd. Oder auf einer Reise ins Tessin, wenn dem Erzähler, unterbrochen von den Tunnels der alten Gotthardlinie, sein Freund Max aus Prag anruft und von seinem Entschluss berichtet, seinem Leben nun endlich eine andere Richtung zu geben, mehr dem Wisent hinterher. Oder der Erzähler trifft Max in der immer gleichen Prager Kneipe «Zum ausgeschossenen Auge» (Die gibt es wirklich!) und man lamentiert über die rüde Gegenwart in der tschechischen und internationalen Politik oder die Sehnsucht nach einem dichtenden Übervater wie es Vaclav Havel einst war, einer Zeit, in der ein Dichter Staatsführer werden konnte. Oder man sitzt als Leser mit am Tisch, lauscht den Erzählungen, die die irgendwie einsamen Männer hinter ihren tschechischen Bieren mit der Runde teilen.

Jaroslav Rudiš ist ein begnadeter Erzähler. Ein Seismograph der tschechischen Gesellschaft, die sich in ihrer Unzufriedenheit durchaus grosseuropäisch gibt. «Der Besuch von Herrn Horváth» ist ein Buch, das man nach der Lektüre unmöglich so einfach in ein Regal schieben kann, denn es wächst einem ans Herz!

Jaroslav Rudiš wurde 1972 in Turnov in Böhmen geboren, Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker. Seine Bücher erscheinen im Luchterhand Literaturverlag und bei Voland&Quist. 2016/17 Ranitzstipendiat in Ottensheim, 2018 erhält er den Preis der Literaturhäuser.
Jaroslav Rudiš hat die Texte für dieses Buch in deutscher Sprache geschrieben.

Webseite des Autors

Christian Thanhäuser, geboren am 19. Juli 1956 in Linz, wuchs im Schiffsmeisterhaus zu Ottensheim an der Donau auf. Angeregt von H. C. Artmann gründete Christian Thanhäuser 1989 eine eigene, aus dem Holzschnitt heraus entwickelte Handpressenwerkstatt. Seit 1995 erscheint die Buchreihe RanitzDrucke. Die Drucklegung dieser zum Teil zweisprachig angelegten
Publikationen ist an Stipendienaufenthalte in Ottensheim gebunden. Herausgeber ist Ludwig Hartinger. Derzeit erscheinen pro Jahr zwei bis drei, meist zweisprachige Bücher, die in Zusammenarbeit mit der Druckerei Plöchl in Freistadt hergestellt werden. An Handpressendrucken mit Holzschnitten wird weiterhin in der Ottensheimer Werkstatt gearbeitet.

Webseite der Edition Thanhäuser

Während des 23. Internationalen Literaturfestivals in Leukerbad stellt Christian Thanhäuser Insektenzeichnungen und Holzschnitte aus. Die Insektenzeichnungen sind Illustrationen zu dem vielbändigen bei Matthes & Seitz erschienen Werk «Erinnerungen eines Insektenforschers» über den «Homer der Insekten» Jean Henri Fabre.